Systemische Mastozytose Vortrag
5. Juli 2019
Beschlüsse zu den Arzneimittel-Richtlinien/ Anlage VI
5. August 2019

Mastzellerkrankungen und Osteoporose

Autor:
Dr. med. Thomas Langenegger
Baar


Die systemische Mastozytose ist eine mögliche, wenn auch seltene Ursache einer sekundären Osteoporose. Wenig ist bekannt, ob andere Mastzellerkrankungen auch ein Osteoporoserisiko darstellen. In dieser retrospektiven Untersuchung wurden 89 Patienten mit systemischer Mastozytose (SM), 20 Patienten mit kutaner Mastozytose (KM) und 20 Patienten mit Mastzellaktivierungssyndrom (MCAS) betreffend Osteoporose inkl. Erfassung der Knochendichte, Knochenabbauparametern und Frakturen untersucht. Es zeigte sich eine deutliche Häufung von Wirbelfrakturen bei Patienten mit SM (28.1%), nicht aber mit der KM (5%) oder dem MCAS (5%). Die Patienten mit SM und zum Teil multiplen Wirbelfrakturen hatten häufiger noch zusätzliche Osteoporoserisikofaktoren. Patienten mit Frakturen hatten häufiger erhöhte Knochenabbaumarker, die Knochendichte war jedoch ein schlechter Prädiktor für das Frakturrisiko. So war der durchschnittliche TScore in der LWS bei SM-Patienten mit Frakturen -1.8, bei SM-Patienten ohne Frakturen
-1.6. Diese Studie aus Frankreich zeigt, dass die systemische Mastozytose einen relevanten Osteoporoserisikofaktor darstellt während die nicht-systemischen Mastzellerkrankungen
(KM und MCAS) dies nicht sind. Die Knochendichte ist bei diesen Patienten ein schlechter Prädiktor des Frakturrisikos. Erhöhte Knochenabbauparameter scheinen besser zu korrelieren.

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/30847528

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