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Eine Weihnachts-Gans und meine Mastozytose

Nach all den aufregenden Monaten stand nun die Vorweihnachtszeit im Haus. Da ich jedes Weihnachten mir immer was neues leckeres zu Weihnachten einfallen lasse, habe ich meine Familie dieses mal gefragt was diese gerne essen würde. Mein Mann kam als waschechter Kölner mit Kartoffelsalat und Würstchen zu erst um die Ecke. Meinen beiden her ran wachsenden Kindern war es so ziemlich egal. Da ich aber mein Weihnachtsfest immer mit Freunden und Familie feier, wurden auch meine Freunde gefragt. Nach längeren überlegen kamen wir zu dem Entschluss das wir dieses Mal zu Weihnachten eine Gans bestellen werden.

So beschlossen wir in einem Restaurant diese für den ersten Feiertag zu bestellen. Ohne das ich mir über meine Erkrankung weitere Gedanken machte. Die Weihnachtszeit verlief relativ ruhig. Unsere Gruppe bei Facebook wuchs und so langsam stellten sich die ersten Probleme hier ein. Denn viele die in diese Gruppe wollten, hatten keine Mastozytose. Sehr oft wurde von MCAS (sekundäres MCAS) hier Anfragen gestellt. Obwohl in der Gruppen-Beschreibung immer seit Gründung drin steht das diese Gruppe ausschließlich für die fertig diagnostizierten Patienten bestimmt ist. Da ich durch meine Erfahrungen, diesen Patienten einfach die Möglichkeit geben wollte und geben will sich über die Erkrankung und deren Begleiterkrankungen sich austauschen zu können. Da die Anfragen immer mehr Überhand nahmen entschloss ich mit meinem Mann gemeinsam, das wir zukünftig auch einen Nachweis haben wollten, um sicher zu sein das sich wirklich unter den Betroffenen kein sekundärer MCAS-Patient mischt.

Nun stand Weihnachten vor der Tür und der erster Weihnachtstag war da. Mein Mann und unser Freund holten die Gans mit Klössen und Rotkohl vom Restaurant ab. Die Freude war groß das ich mal nicht Stunden lang in der Küche stehen musste. Der Tisch war toll gedeckt die Gans wurde geteilt und wir begannen unser leckeres Essen zu verzehren. Klösse und Rotkohl konnte ich ohne das ich irgendwelche Beschwerden hatte essen. Ich freute mich die Gans endlich zu probieren was ich auch tat. Kaum hatte ich die Gans probiert, passierte was mit mir! Mir würde komisch der Mund fing an zu jucken und mir wurde heiß und der Kreislauf fing an zu steigen. Also was tut man in der Situation? Mein Notfall-Set holte ich raus und Fenistil kam zum Einsatz. Da ich immer von Fenistil erschöpft bin wurde ich müde und musste mich erst einmal hinlegen. Ich schlief geschlagene 2 Stunden und danach war der Spuck fast vorbei.


Es lag nicht am Fleisch sondern an der Füllung der Gans!

So vergingen die Weihnachtstage wie im Flug und Silvester kam. Ich dachte das die Gruppe nun in sicheren Fahrwasser sich befinden würde. Jedoch sollte ich Silvester anrufe erhalten wonach hier ein riesen Theater innerhalb der Gruppe entstand weil nicht jeder bereit war seine Diagnose uns privat zu mailen. Somit wurden einige aus der Gruppe getan weil ich wollte das sich wirklich nur fertig diagnostizierte Patienten unter sich blieben und unterhalten können. Wir griffen hart durch!

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